Gett Gerätetechnik GmbH

#wirsindgett

#Wir sind GETT - ein Interview mit André Sachs

André Sachs, Entwickler & Blog-Autor

#Wir sind GETT - ein Interview mit André Sachs
#Wir sind GETT - ein Interview mit André Sachs

„Wir wollen nicht die „eierlegende Wollmilchsau“ verkaufen.“

Wir setzen heute unsere beliebte #WIRSINDGETT–Serie fort und stellen Ihnen in den nächsten Wochen die Gesichter hinter unserem Blog GETTKNOWLOGY! vor. GETTKNOWLOGY! ist das gemeinsame „Baby“ unserer Entwicklungsabteilung – ein Blog, der sich an alle Interessierten richtet, die mehr über die Beziehung zwischen Mensch und Maschine lernen sowie in die Tiefen der dafür notwendigen Technologien eintauchen wollen!

Den Anfang macht heute André Sachs, der Autor unserer Trilogie zum Thema „Industrie 4.0 und Machine Learning – Wird aus HMI in Zukunft MI?“ Erfahren Sie im Interview mit ihm, was GETTKNOWLOGY! von anderen Blogs unterscheidet und wie die Welt im Zuge von Industrie 4.0 von Morgen aussehen könnte!

Hallo André, wie lange arbeitest du mittlerweile schon bei GETT?

Im Dezember werden es bereits 8 Jahre!

Wie bist du damals zu uns gekommen?

Nach meinem Studium in Dresden zog es mich zurück in meine Heimat, also begab ich mich auf die Suche nach einer Stelle im Embedded Hardware-Bereich. Im Zuge dessen traf ich auf GETT… das Bewerbungsgespräch war angenehm und der Einstieg folgte prompt. Aufgrund eines aktuellen Kundenprojektes, bei dem man Unterstützung benötigte, sprang ich für GETT direkt ins kalte Wasser. (schmunzelt)

Was hast du vorher studiert?

Ich habe an der HTW in Dresden Allgemeine Informatik studiert.

Unser R&D-Team besteht aus acht Entwicklern mit unterschiedlichen Schwerpunkten…welche Kernthemen liegen bei dir?

Die Entwicklung von Firmware für unsere hauseigenen Produkte oder die Produkte unserer Kunden, d.h. das ganze Spektrum an Embedded Software-Entwicklung und darüber hinaus auch Software-Entwicklung im Bereich Windows PC für eigene Anwendungen oder Anwendungen für Kunden.

Macht dir deine Arbeit noch Freude?

In Zahlen würde ich sagen 95% bezahltes Hobby + 5% „Arbeitsgefühl“. (lacht) Das sagt alles, oder? Dank der kurzen Wege bei GETT ist man von Anfang an in Kundenprojekte involviert. Man sieht direkt seine Aufgaben, Erfolge, aber auch Probleme. Die Arbeit ist unheimlich abwechslungsreich und intensiv. Das trifft auf die komplette Branche zu – besonders im Moment. Die Intervalle für Innovationen und neue Technologien sind relativ kurz, dadurch kommt keine Langeweile auf.

In solch einer Position ist man sicherlich „gezwungen“ sich permanent weiterzuentwickeln…

Ja es hört nie auf, auch das betrifft die komplette IT-Branche... selbst gewähltes Leid. (lacht)

Wie schaffst du es, stets auf dem Laufenden zu bleiben?

Zum einen entwickelt man sich automatisch anhand der Kundenprojekte weiter. Man recherchiert unheimlich viel dafür und ist immer auf der Suche nach neuen Ansätzen und Lösungen. Darüber hinaus konsumiert man Branchennews über verschiedenste Kanäle: man liest Newsletter oder Blogs und besucht Messen oder Veranstaltungen. In meinem Fall kommt auch noch das private Interesse an bestimmten, thematisch passenden Themen noch hinzu. Somit hört das „Lernen“ nie auf…

Du liest privat auch Blogs, das ist ja interessant…

Ja! Gerade im Entwicklerbereich gibt es einige internationale Blogs, die ich verfolge, wie hackaday.io oder den Blog auf embedded.com. Man muss jedoch sagen, dass es wenige gute deutsche Blogs gibt, insbesondere im Softwarebereich.

Das ist unsere Chance!

Unser Blog GETTKNOWLOGY! steckt aktuell noch in den Kinderschuhen…was meinst du, inwiefern sich unser Blog von anderen unterscheidet?

Die Blogs anderer Unternehmen werden meist als reine Marketingplattform benutzt, in dem über die einzelnen Blogbeiträge Technologien, Dienstleistungen und Produkte verkauft werden: „Produkt XY passt zu Problem XY.“ Wir verfolgen einen ganz anderen Ansatz…

Richtig, wir teilen Wissen mit unseren Lesern…

Genau. Wir sind unparteiisch in der Umsetzung und setzen uns mit Sachverhalten kritisch auseinander. Das fehlt einigen Blogs von anderen Firmen. Im Kern bekommt man aus anderen oft Blogs wenig Output. Weil man bei der Lösungsfindung immer wieder auf das Unternehmen angewiesen ist oder Anwendungsszenarien zu sehr auf ein Produkt fokussiert sind.

Unser Anspruch ist es, sich kritisch und sachlich mit Vor- und Nachteilen gewisser Technologien auseinanderzusetzen, um Chancen, aber auch Grenzen, aufzuzeigen.

Unsere Kunden wissen zu schätzen, dass wir ehrlich solche Themen ansprechen. Sei es in unserer externen Kommunikation wie auf dem Blog oder auch im Kundengespräch. Wir wollen nicht die „eierlegende Wollmilchsau“ verkaufen, die jedes Problem lösen kann. Damit macht man sich unglaubwürdig, da jeder Kunde ein Profi in seiner Branche ist und am Ende eigene Bedürfnisse und eigene Prioritäten für seine Anforderungen hat. Es ist utopisch zu behaupten „Wir können alles zu 100%!“.

Gibt es technologische Themen, die deine Arbeit bei GETT widerspiegeln und die dich besonders interessieren?

Alles rund um IoT. Deswegen auch die Trilogie zum Thema… Hierbei konnte ich privates und berufliches Interesse optimal verbinden. Das ist ein heißes Thema im Moment. Privat beschäftige ich mich aktuell mit dem Thema Smart Home. Wir befinden uns momentan in einer Phase, in der die Einstiegshürden relativ niedrig sind, da die Produkte immer günstiger werden. Es gibt zahlreiche Anbieter – jeder kann sich die Systeme Zuhause hinstellen, aber den Mehrwert für sich daraus zuziehen… da kommen auch die großen und bekannten Hersteller an ihre Grenzen. Viele vermarkten beispielsweise die einfache Bedienung spezieller Leuchtsysteme per Smartphone – aber genau diese Art der Verwendung ist kontraproduktiv.

Inwiefern kontraproduktiv?

Wenn ich beispielsweise durch die Wohnung laufe oder mich aufs Sofa setze, erwarte ich, dass sich die Beleuchtung um mich herum automatisch meinen Bedürfnissen anpasst und nicht, dass ich permanent mein Smartphone bei mir haben muss, um etwas ein- oder auszuschalten. Möglichst viel sollte im jeweiligen Kontext automatisiert sein, damit die Anwendung für den Nutzer möglichst bequem ist und einen entsprechenden Mehrwert bietet. Selbes trifft auf industrielle IoT-Systeme zu. Die Intelligenz liegt nicht nur darin, Maschinen miteinander zu vernetzen, sondern alles automatisiert aufeinander abzustimmen. 

Spannend!

In deiner Trilogie schreibst du darüber, wie sich die Schnittstelle Mensch-Maschine mit Blick auf die Zukunft verändern wird. Geben wir unseren Lesern einen kleiner Spoiler zu deiner Trilogie an die Hand: Was wird sich, deiner Meinung nach, allein in den nächsten fünf Jahren verändern?

Ich wage grob zu spekulieren, dass sich die Systeme mehr und mehr vernetzen und wir eine Art universelles intelligentes Assistenzsystem sehen werden. Die technologische Plattform wird dabei relativ egal werden (Panel, Tablet, Wearables, etc.). Uns wird mithilfe dieser Intelligenz in Zukunft viel Arbeit abgenommen, die Systeme stellen sich quasi auf den Nutzer ein und die Bedienung wird intuitiver mit wenigen spürbaren Grenzen – als Beispiel: selbst ein Fingerabdruck als Login-Technologie ist mittlerweile schon wieder nahezu veraltet, wenn man sich an die Vorteile z.B. von Gesichtserkennung erst einmal gewöhnt hat.

Ähnlich wird es im HMI-Bereich sein. Wenn ich eine Maschine bedienen möchte, wird das System erkennen wer ich bin und wissen, welche Zugangsrechte ich habe und mir die Informationen anzeigen, die ich aktuell in meiner Rolle benötige. Ähnlich wie wir es schon heute vom PKW kennen. Ein Auto sammelt zig Informationen, zeigt dem Fahrer aber nur die Informationen an, die er in der Regel braucht – wenn der Tankinhalt in einem kritischen Bereich ist bzw. für eine geplante Strecke nicht mehr reicht oder das Fahrzeug in die Werkstatt muss. Der Informationsflut wird weitestgehend vom Nutzer ferngehalten und er wird nicht mit unnötigen Informationen überschüttet.

Der Informationsaustausch zwischen Mensch und Maschine selbst wird zukünftig breiter gestreut werden, man spricht dann von sogenannten Multimodalen Systemen. D.h. ich bediene eine Maschine mittels Sprache, Gestik, Touch und mehr je nach Erfordernissen und eigenen Vorlieben (z.B., wenn ich gerade keine Hand frei habe) anstatt mich ständig durch verschiedene Menüs zu hangeln zu müssen. Diese Technologie ist besonders in stressigen und lauten Umgebungen hilfreich. Im OP-Bereich oder im Flugsicherungsbereich haben sich solche kombinierten Systeme bereits in Versuchen als effizienter und zuverlässiger erwiesen, weil man in nahezu jeder Situation mehrere Möglichkeiten hat einfach und schnell Befehle auszuführen.

Das sind vielversprechende Aussichten!

Leider müssen wir an der Stelle das Interview vorerst zum Ende bringen, da wir sonst den Rahmen sprengen. Aber ich bin mir sicher, dass es nicht dein letztes Interview war. Vielen Dank für die interessanten Einblicke und bis zum nächsten Mal!

Danke! Wann immer unsere Leser Fragen haben, können Sie sich jederzeit bei uns melden. Zum Beispiel in der Kommentarfunktion unter unseren Blogbeiträgen. Wir tauschen uns gern mit Gleichgesinnten und Interessierten aus!

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